Pädagogischer Grundsatzdiskurs

Aus Herkunft wächst Zukunft

Viele und grundlegende pädagogische Traditionen, die noch heute das Schulwesen prägen, kommen aus kirchlichen Bereichen. Große Schulreformer und pädagogische Vordenker Österreichs gehörten Orden an und hatten ihre Erfahrungen in kirchlichen Schulen gemacht, prägten aber langfristig das gesamte Schulwesen.

Immer schon standen Schule und Pädagogik in der spannungsreichen Aufgabe, einerseits die nachfolgende Generation in Staat und Gesellschaft möglichst bruchfrei einzuführen, andererseits aber auch Entwicklung und Veränderung in diesen Bereichen anzustoßen.

Kein pädagogischer Entwurf kam und kommt ohne die wesentliche  Frage nach dem grundgelegten Menschenbild aus. Pädagogik und Schulwirklichkeit, die sich ausschließlich pragmatischen Ausbildungszielen verschreiben, brauchen kritische Rückfragen.

Die intensive Beteiligung an pädagogischen Grundsatzdiskussionen ist als Grundlagenarbeit eine der Kernaufgaben des Erzbischöflichen Amtes.

Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei folgenden exemplarischen Fragen:

  • Wie werden Strukturdebatten durch Reflexion auf Grundsätzliches bereichert?
  • Wie wird die Beziehung zwischen Religion und Bildung definiert?
  • Wie können pädagogische Traditionen des katholischen Schulwesens das öffentliche Schulwesen bereichern?
  • Welche Grundaufgaben von Schule sind unaufgebbar?
  • Wie gelingt es, Wissen mit Haltungen zu verbinden?
  • Wie kann mit unterschiedlichen Bildungschancen der Kinder unter Rücksichtnahme auf das Elternrecht umgegangen werden?
  • Was bedeuten Ethos und Spiritualität des Lehrens und Lernens?



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