Schulgottesdienst-ReligionslehrerInnen-Juni-2019©-Franz Josef Rupprecht

„Lobe den Herrn, meine Seele“ – erster gemeinsamer Abschluss-gottesdienst für PädagogInnen und MitarbeiterInnen der diözesanen Schulen

Der Juni neigt sich seinem Ende entgegen — und damit rücken auch Schuljahresende und Sommerferien stetig näher. In dieser ganz besonderen Stimmung fand der erste MitarbeiterInnengottesdienst der Privatschulen der Erzdiözese Wien statt: Gemeinsam mit Generalvikar Dr. Nikolaus Krasa feierten am Dienstagabend mehr als 600 MitarbeiterInnen sowie Lehrende im Dom zu St. Stephan Eucharistie und ließen die Begegnung bei einem Empfang im Arkadenhof des Erzbischöflichen Palais ausklingen.

Man habe eingeladen zu einem „Fest des Glaubens“, wendete sich der Generalvikar nach dem feierlichen Einzug direkt an die GottesdienstbesucherInnen: „So grüße ich zunächst Sie alle, die in unseren Schulen und hier am Stephansplatz mitarbeiten. Herzlich willkommen und ich freue mich, dass wir am Ende des Schuljahres noch einmal die Möglichkeit haben zusammenzukommen und gemeinsam Gottesdienst zu feiern.“

Schulen als „Zukunftsorte“ von Kirche
Schulamtsleiterin HRn Andrea Pinz beschrieb die „ganz besondere Stimmung“ des Abschließens und Aufbrechens in den letzten Juniwochen an den Schulen. Man feiere als große Gemeinschaft, als Netzwerk an Menschen, die über die einzelnen Schulstandorte hinweg miteinander verbunden seien, so Andrea Pinz. „Sie alle sind tätig an Zukunftsorten der Kirche“, wandte sie sich schließlich direkt an die MitarbeiterInnen der Schulen und leitete damit über zum Evangeliar, das aus Anlass dieses Gottesdienstes verwendet wurde: Es sei ein Buch mit einer besonderen Bedeutung, erklärte die Schulamtsleiterin. Das Evangeliar wurde im Oktober 2013 zur 4. Diözesanversammlung der Erzdiözese Wien aufgelegt, es trägt die Aufschrift „ubicumque et semper (überall und immer)“ und verweist damit auf den Sendungsauftrag aller Christinnen und Christen, die Frohe Botschaft und das Evangelium lebendig werden zu lassen und zu verkünden.

„Ubicumque et semper“ — ein Evangeliar geht auf Reisen
Wie Andrea Pinz ankündigte, wird das APG-Evangeliar im Herbst — mit Beginn des neuen Schuljahres — auf Reisen gehen und von einem Schulstandort zum nächsten wandern. Denn als Zeichen ihres persönlichen Bekenntnisses zur christlichen Sendung haben sich dort bereits zahlreiche Menschen eingetragen. Im Herbst können dies auch die MitarbeiterInnen an den Privatschulen der Erzdiözese Wien tun und ihren Namen auf eine Seite des Evangeliars schreiben.

Ich aber sage euch: „Liebt eure Feinde …“
In einer anregenden und zugleich berührenden Predigt beschrieb Generalvikar Krasa mit Blick auf das Tagesevangelium (Mt 5, 43-48) die Schulen als „Orte, wo junge Menschen geformt werden für ihr Leben“ und verwies dann auf den aus seiner Sicht zentralen Vers der Passage aus dem Matthäusevangelium, die von der Liebe zu den Feinden handelt: „Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.“ Das sei „die Pädagogik Gottes“, fasste Krasa die Bedeutung treffend zusammen.

Feierliche Ehrung von MitarbeiterInnen
Nach dem Gottesdienst folgte die feierliche Ehrung von MitarbeiterInnen an den Schulen und in der Verwaltung. Sie werde oft gefragt, was die katholischen Schulen denn auszeichne, leitete Schulamtsleiterin HRn Andrea Pinz zu den Ehrungen über und wandte sich erneut direkt an alle GottesdienstbesucherInnen: „Sie sind es, die jeden Tag Schule gestalten, für Kinder und Jugendliche, Eltern und KollegInnen das Gesicht von Kirche sind.“ Ausgezeichnet wurden mehr als 80 Personen für ihre Verdienste um die Schulen und den schulischen Auftrag der Kirche.

Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von einem mitreißenden Projektchor unter der Leitung von Hermann Platzer (Diözesankonservatorium für Kirchenmusik der Erzdiözese Wien). Es sangen gemeinsam LehrerInnen und MitarbeiterInnen der Privatschulen der Erzdiözese Wien, der Schwesternchor Lebenszeichen und der Chor Mater Salvatoris (beide geleitet von Sr. Johanna Kobale), TeilnehmerInnen des ReligionslehrerInnenchores vom 26. September 2018 sowie Studierende und Freunde des Diözesankonservatorium.

Fotos: © kathbild.at / Franz Josef Rupprecht

Menü