Religionsunterricht im Distanzlernen – Erfahrungen aus der Praxis

Das Schulamt lädt Lehrerinnen und Lehrer ein ihre Erfahrungen aus dem e-learing Unterricht mit anderen zu teilen.

Was gelingt besonders gut? Welche Herausforderungen gilt es zu bewältigen? Aber auch: Welche Chancen bieten sich? Was ist die besondere Aufgabe des Religionsunterrichts in dieser Zeit?

Eine erste Auswahl von Erfahrungsberichten gibt es hier zum Nachlesen:

Elfriede Faiman, P. Philipp Gschanes (VS Wr. Neustadt, Grünbeckgasse): Viele SchülerInnen und Eltern sind inzwischen unserer Einladung zu einer privaten, kleinen Wallfahrt zu Maria der Knotenlöserin ins Neukloster gefolgt. Wir haben dazu eine Kunstinstallation gemacht mit der Möglichkeit, Maria all das Schwere, das uns im Leben viellleicht bedrückt, verstrickt, verknotet -anzuvertrauen. Dazu kann man ganz konkret eine Schnur nehmen, diese mit persönlichen Knoten versehen udn dann an das Gitter knüpfen. Oder: die Schnur kann dafür verwendet werden, Knoten für all das Schöne in unserem Leben zu machen, wofür wir dankbar sind.

Matthias Schimmel (VS  Hohe Wand – Stollhof, PVS Sta. Christiana Wr. Neustadt): Wichtig ist es für mich mit den Kindern und auch den Eltern in Kontakt zu sein und zu zeigen, dass sie mir wichtig sind und mir amHerzen liegen! Ich schicke kleine Aufgaben, Rätsel, Links zum Anhören von Liedern, learning apps, kurze Videos etc. Die Linksammlung vom Schulamt war für mich dabei hilfreich. Ich bekomme auch viele nette Rückmeldungen und Schülerarbeiten, die ich immer gerne beantworte. Natürlich gibt es auch SchülerInnen, von denen ich noch nichts gehört habe. Ich erlebe auch, dass das „homelearning“ für viele Familien sehr belastend ist. Deshalb versuche ich auch den Arbeitsaufwand für Kinder und Eltern in Grenzen zu halten.

Manuela Menyhart (FIDS Stadlauerstraße): Emotionelles Home-Office: Schon zu Beginn der Schulschließungen wegen Covid 19 haben sich meine SchülerInnen und ich dazu entschlossen, jeden Tag um 20 Uhr ein LED Licht ins Fenster zu stellen und ein „Vater Unser“ gemeinsam zu beten. Viele meiner SchülerInnen berichten, dass sie sich mit allen aus ihrer Religionsgruppe verbunden fühlen, sich behütet und gemocht ins Bett legen können. Die Kleineren empfinden es so, dass sie uns, im Gebet verbunden, während sie die Glocken hören, „Bussis“ an die Mitbeter/innen senden könnten.

Elisabeth Mrkvicka-Bachmayer (VS Perchtoldsdorf Roseggergasse): Soulspace@home – Seelsorge, Begleitung und Unterstützung. Vor allem diese Anregungen der Jungen Kirche haben uns durch die letzten Wochen begleitet:  Sie haben uns geholfen, den Religionsunterricht nachhause zu bringen, eine Einladung, allein oder gemeinsam Raum für die Seele, für Gefühle, Fragen, für Gott und für das Gebet zu schaffen, mit allen Sinnen, mit Material, das wir zuhause haben. Austauschen können wir uns über SchoolFox, das Schulmail oder unser „Reli-Telefon“. Hier findet ihr die Stationen: www.soulspace.at

Thomas Richter (BG & BRG Hollabrunn): Die vordergründige (technische, organisatorische) Seite der neuartigen Form des Lernens in und mit dem Religionsunterricht in der Krise gelingt m.E. gut. Ein wichtiges Anliegen wäre für mich aber auch, Eltern und SchülerInnen zu bestärken und aufzurichten, wo immer sie an Grenzen, Hindernisse stoßen oder an den Rand gedrängt werden, weil sie in dieser Form des Unterrichts unsichtbar, ohne Stimme bleiben oder sozial bedingt untergehen. Hier hoffe ich, dass das eine oder andere persönliche e-mail einen Beitrag liefern kann, solchen Nöten Raum zu geben. Natürlich gibt es eine Reihe von Defiziten, die ich benennen will. (Anm. d. Red.: Beitrag gekürzt)

PNMS Sta. Christiana Frohsdorf: Die größte Herausforderung bestand darin, die richtigen Formulierung und Fragen zu finden, so dass sich die Kinder einerseits auskannten und andererseits den Ansporn hatten nachzudenken und zu tun. Auch wenn ich viele gute Erfahrungen mit dem Distance learning gemacht habe, fehlt jedoch das persönliche Gespräch und das Miteinander. Für mich bleibt, dass ich Kinder in dieser Zeit näher kennenlernen konnte und auch mehr über ihren Glauben erfahren habe, als es in der Schule möglich gewesen wäre.

Michaela Hiskar (VS Drasenhofen): Aufgrund von Überlastung durch e-learning von Eltern & Kindern, sowie Knappheit von Druckerpatronen + Kopierpapier zu Hause, halte ich Kontakt per SchoolFox, verbunden mit Arbeitsblättern (teils selbst entworfene Spiele, Rätsel, Info-Spalten, Bastelblätter) –  plus persönl. Brief für jedes Kind, die mit den Unterlagen der Klassenlehrer in Kisten vorm Schultor lagern und regelmäßig von den Eltern abgeholt werden. Das ist neu und ziemlich arbeitsintensiv! Gerne übernehme ich Journaldienste für „Jung-Mutti-Kolleginnen“, die mit home-schooling ihrer eigenen Kinder oft an ihre Grenzen kommen. Wir arrangieren uns, wachsen trotz Distanz enger zusammen!

Caroline Fiedler (Michaela Pohanka VS Strasshof): Wir haben eine Webseite mittels WordPress kreiert mit nützliche Links zu Lernspielen, Videos, Liedern, Bastelideen, Religionsbücher online, sowie Anregungen und Infos über aktuelle Themen und als Osterbotschaft ein Online-Kreuzweg und kleine Stopmotion-Videos über die Ostergeschichte. Nach Ostern wurde eine Aufgabenseite angelegt, die einer Unterrichtstunde ähneln soll. Sie wird mittels Schoolfox oder MS Teams kommuniziert. Besonders für Erstklässlern, bei fehlender Lesekompetenz und Ausdauer, musste die Aufgabe hörbar und kurzweilig sein. In einer Rubrik namens ‚Heute‘ gibt es für jeden Tag motivierende Anregungen! aus https://carolinefiedlernet.wordpress.com/blog-2/

Christine Brachinger  (1180 Wien, Hans Radl Schule): Da meine SchülerInnen, auf Grund ihrer Behinderung, sehr unterschiedliche Begabungen haben, wählte ich im ersten Schritt den Postweg, um ihnen Materialien zu übermitteln. Ein selbstständiges Arbeiten, um die Eltern zu entlasten, war gefragt. Diese Vorgehensweise war für Kinder mit sehr intensiver Behinderung nicht praktikabel. So entschied ich mich für diese SchülerInnen, ein Video aufzunehmen, auf dem ein für die SchülerInnen bekanntes Lied, mit Bildkarten zur unterstützten Kommunikation, zu hören und zu sehen war. Beim Verschicken unterstützen mich die Klassenlehrerinnen sehr. So schicke ich wöchentlich ein solches Lied, um den Kindern ein Stück Religionsunterricht nach Hause zu bringen.(Anm. d. Red.: Beitrag gekürzt)

Michael Schmirl (NMS Puchberg am Schneeberg, NMS Grünbach am Schneeberg): Neue Plattformen wie Microsoft Teams, Email etc. wurden an meinen Schulen zu den neuen „Lernorten“ bzw. „Erfahrungsräumen“ von Religion. Ich sehe es als neue Herausforderung diesen Lernort und die derzeitige Situation mit den Inhalten und Zielen des Religionsunterrichts in Beziehung zu setzen. Die SchülerInnen sind sehr motiviert und gestalten die derzeitige Art des Unterrichts durch ihre Kreativität und persönliche Rückmeldungen aktiv mit.

Christl Schöfmann (VS, NMS Pulkau, NMS Retz): Mit einem netten Brief und Bildern, lade ich ein, Religion in den Alltag zu integrieren. Meine Vorschläge: regelmäßig beten, die aufblühende Natur dankbar betrachten, gemeinsam Mahlhalten (Anleitung) besonders an Sonntagen, auf die Homepages der Pfarren schauen – Hl. Messen „mitfeiern“, eine Fastensuppe kochen (Video), Ostereier bemalen (Video), das Zuhören beachten (#ichhördirzu –  Fastenzeit-Thema), Videos & Filme auf YouTube anschauen, … und ich animiere, eigene Ideen umzusetzen. „Religion im Alltag“ soll im Heft notiert bzw. mir auf „Teams“ mitgeteilt werden. Sei deine eigene Reli-Lehrerin, dein Lehrer! Religion will Freude schenken. Alles Gute und auch gute eigene Ideen!

Anonym (VS, Vikariat Nord): Ich habe Arbeitsmappen erstellt und diese samt Religionsbuch mitgegeben. Die RU-Materialien liegen im Eingangsbereich auf, ebenso Zeitschriften (Weite Welt, Regenbogen) zur freien Entnahme. Persönlicher Kontakt zu Eltern, wenn sie Material abholen oder zurückbringen. Rückmeldungen der Eltern: „sehr schön für das Familienleben“ bis „sehr anstrengend und fordernd – beides unter einen Hut zu bringen: Kinderbetreuung und Homeoffice“, Ich habe einen Gebetswürfel zum Basteln mitgegeben, mit der Bitte zu Hause abends oder auch morgens sich Zeit zu nehmen, um die eigene Situation zu beleuchten bzw. den Tag zu reflektieren und eine Bitte, einen Wunsch oder ein Dankeschön in ihre Gebete, Gedanken hineinzunehmen. Bei Schwierigkeiten mit Distance-Learning können die Kinder in die Schule kommen.

Anonym (NMS, Vikariat Nord): Ich versuche meine SchülerInnen für kleine Aufgaben zu motivieren. Von manchen Klassen bekomme ich Mails zurück, aber leider erreiche ich weiterhin nicht alle. Ich möchte keinen zusätzlichen Druck aufladen (ich kenne Eltern in meinem Freundeskreis, die nicht wissen, wie sie den Stoff mit ihren Kindern durchbesprechen sollen), aber der Stellenwert von Religion ist SO WICHTIG. Da ich erst seit September an der NMS unterrichte, kennen mich die SchülerInnen noch nicht gut. Ich schreibe ein „Wochen-Lernpakete“ und versuche mit den Jugendlichen positiv im Kontakt zu bleiben. Sie vor allem zu motivieren, durch zu halten und sie für ihre Leistungen LOBEN, LOBEN, LOBEN! Ich denke, die Rolle für uns Lehrer besteht jetzt, im LOBEN und positiven Bestärken. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das in vielen Familien Bestandteil im Alltag ist.

Silvia Schöllbauer (VS Sierndorf): Es ist eine große Herausforderung, sich als RL geschickt zu platzieren, präsent sein und bleiben, ohne zu überfordern oder sich aufzudrängen. Vernetzt per Scoolfox und per Mail gibt es schriftliche Impulse zum Nachlesen, Links für Lieder, Aufgaben bzw. Impulse für Indoor und Outdoor u.a. Das reicht vom Malen zur Musik, bis zu Beobachtungsaufgaben in der Natur. Auch die Vernetzung mit der Pfarre glückt! Derzeit starten wir kath. und evangel. RL ein kleines ökumenisches Projekt – Gebetsblumen gestalten. Für Familien biete ich gelebte Seelsorge -schriftlich oder telefonisch (Teilen von Freuden und Sorgen). Es ist wichtig, dass wir RL im Alltag der Kinder weiter Platz haben, nicht um ein Soll zu erfüllen, sondern um ermutigende Lebensbegleitung anzubieten.

Birgit Szokoll (VS Bisamberg, VS Strasshof): Kontakt per Mail. Oft schreiben Eltern, manchmal auch die SchülerInnen selber. Am nächsten Tag wird geantwortet oder Feedback gebe. Einige schicken Fotos, andere ganze Bildgeschichten. Kontakt mit MS Teams. Ich erhoffe mir für die 1. und 2. Klasse eine Hilfe, da diese Kinder meist noch nicht gut lesen können. Sie erhalten kleine Videos oder Tonaufnahmen mit Erzählungen und Erklärung des Arbeitsauftrages. Jede Klassenlehrerin kommuniziert anders: Schoolfox, MS Teams, Padlet, Zoom, WhatsApp, Mail, „nur“ Arbeitsblätter ausgeben! Ich halte mich an die Abläufe der Kolleginnen, auch bezüglich Abgabetermine und Kopierslot.

Anonym: Der Mailkontakt mit den Eltern war sehr wohltuend und fast ausschließlich von positiven Kommentaren und Rückmeldungen geprägt. Auf die wenigen „Unzufriedenen“ konnte angemessen und einfühlsam reagiert werden, sodass auch diese sich schließlich positiv äußerten. Einige fragten sogar, wie man unter diesen besonderen Umständen die Kar- und Ostertage angemessen begehen könne, und so konnte auch von Lehrerseite – fast seelsorgerlich – auf ganz unterschiedliche und vielfältige Weise Unterstützung und Hilfe angeboten werden. (Anm.: Name der Redaktion bekannt)

Anonym: Aus einem Erstarrungsschock aufgewacht, versuchte ich zunächst durch ständigen Emailkontakt mit den Klassenlehrerinnen Ideen für meine Schülerinnen und Schüler weiter zu schicken. Vor den Osterferien stellte ich ein Arbeitsblattpaket in der VS zur Verfügung. Nachdem mich das auch nicht befriedigt hat, erinnerte ich mich, dass ich irgendwann ein Seminar zum Erstellen von Homepages gemacht habe. Ich konnte Kontakt schließen mit dem Kollegen, der das Seminar damals geleitet hatte, bekam ein schnelles Briefing. In den Osterferien erstellte ich meine Homepage, lud Material hoch und verschickte Links an die Kolleginnen. Direkten Kontakt zu den Eltern habe ich trotz vieler Bemühungen meinerseits nicht: Es ist schwer sich mit 140 Schüler/inne per Telefon auszutauschen. (Anm.: Name der Redaktion bekannt)

Eva Hensely (VS Guntramsdorf – Hauptstraße): Bei uns in der Schule sind wir alle bis auf die 4. Klassen auf Schoolfox und können so sehr gut miteinander kommunizieren. Ich schicke den SchülerInnen jede Woche Unterlagen und zusätzlich habe ich für jede Schulstufe eine Klassen-Pinwand erstellt auf der Audio- und Videostreams, sowie Lernspiele zu den einzelnen Einheiten zur Auflockerung zu finden sind. Ich bekomme auch fleißig Rückmeldungen von den Kindern. Mit den vierten Klassen kommuniziere ich über die Homepage und über E-Mail, auch das funktioniert sehr gut. Es hat sich eigentlich alles gut eingespielt. Trotzdem sind, glaube ich, alle wieder froh, wenn es losgeht in der Schule.

Ulrike Ebner (VS ASO PTS  Mödling): Zunächst galt es einmal, all die Kontakte und Kommunikationswege, die in den diversen Schulen leider recht unterschiedlich sind, in Erfahrung zu bringen; eine Herausforderung. Die elektronische Vermittlung von Lehrinhalten erlebe ich als hilfreich, doch ist behutsam mit der Datenfülle umzugehen, auch wenn es sich „nur“ um Videos handelt. Für Ostern und vor allem die Karwoche sind Anregungen zur Gestaltung dieser besonderen Zeit, also Bastelanleitungen oder Information zum Brauchtum inkl. religiösem Hintergrund sehr erfreut entgegengenommen worden. Teilweise haben Eltern auch aktiv z. B. nach online-Kindergottesdiensten gefragt. (Anm. d. Red.: Beitrag gekürzt)

Gabrijela Payer (Gymnasium Sacré Coeur Pressbaum): Beim Arbeiten auf Distanz habe ich bemerkt, dass die SchülerInnen, die im Präsenzunterricht unkonzentrierter waren, sich jetzt von zu Hause bei schriftlichen Aufgaben mehr bemühen und ihre Meinung freier ausdrücken. Die größten Chancen sehe ich in den gegenseitigen Annäherungen, die trotz örtlicher Distanz durch die positiven Rückmeldungen und Korrespondenz mit jeder/em einzelnen SchülerIn entstehen. Vertrauen wird gestärkt und Ideen freier entfaltet. In dieser Zeit des physischen Abstands können die einzelnen Facetten des Religionsunterrichts schärfer abgebildet werden: der gegenseitige Respekt und die Wertschätzung, die als Basis für die Übermittlung der religiösen Inhalte unerlässlich sind. Gerade jetzt bietet sich die Chance, durch die kontinuierlichen Impulse den SchülerInnen zur Reifung ihres Glaubens zu verhelfen.

Petra Schmidt und Lajos Nyamandi (NMS Ebreichsdorf): Der „Religionsunterricht auf Distanz“ ist eine neue Herausforderung sowohl für die Schülerinnen und Schüler als auch für uns als Religionspädagogen. Durch die hervorragende Zusammenarbeit mit allen KollegInnnen und der Direktion, sind wir mit allen SchülerInnen über Teams online in Kontakt. Die Kinder nehmen die neuen Arbeitsweisen aber durchwegs positiv an, Aufgaben werden zur Zufriedenheit abgegeben. Manche Probleme treten natürlich auch auf, aber sie können immer zum Positiven gelöst werden.

Petra Pukal (VS  Ma. Enzersdorf, Schulplatz): Bei uns an der Volksschule Ma. Enzersdorf sind die Klassenlehrerinnen via Schoolfox mit den Schulkindern verbunden. So habe auch ich eine gute Möglichkeit mit den Kindern zu kommunizieren, ihnen zu schreiben, Arbeitsaufträge, Rätsel, Geschichten zu übermitteln. Zu Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag und Ostern habe ich Erzählvideos mittels Handy aufgenommen und über einen Link sind sie für die Schüler/Innen auf Youtube abrufbar. Das haben viele genützt und fühlten sich so gut begleitet.

Eva Riegler (VS Oberwaltersdorf): Der Anfang war eine Herausforderung. Schulintern wurden Lernpakete für je 3 Wochen in Papierform und als Download auf der Schul-Website zur Verfügung gestellt. Rückmeldungen konnte ich (meistens) im Religionsheft geben. Schoolfox und Video-Konferenzen sind noch fremd – wird schon etwas besser. Auch in der Betreuung der (noch wenigen) Kinder in der Schule bin ich im Einsatz. Inzwischen ist mit technischer Unterstützung meines Sohnes www.reliportal.net entstanden.

Christine Wieländer (VS Großweikersdorf): Ich erstelle“ Reli-studios“, d. h. ich nehme quasi kurze Religionsstunden auf mp3 Dateien auf. Vor allem Bibelgeschichten lassen sich so, wie bei einem Hörspiel, sehr gut verwenden. Ich spreche mit den Kindern wie immer, singe unsere Lieder, bete und erzähle sehr lebendig die biblische Geschichte. Das tue ich einmal pro Woche für jede Klasse. Es erfordert schon gute Vorbereitung und eine lieben Menschen(Regieassistenten), der filmt und beim Versenden helfen kann. So kommen die Kinder vom reinen Zettel-lernen und dauerndem Bildschirm-schauen weg und HÖREN. Ich bekomme super Rückmeldungen und die Eltern hören oft mit. Hörbeispiel: RELI-Hörstudio 2. KL KW 17-1.mp3

Karin Böhm, VS 1210 Prießnitzgasse I ,II, 1210 VS Zehdengasse: In den Briefen erinnere ich, dass es darum geht, bewusst umzusetzen, woran wir im RU arbeiten: Zusammenhalt, Helfen, Geduld haben. Ich ermutige die Kinder, Gott jederzeit zu erzählen, wie sie sich fühlen und ihn um seinen Segen bitten. Mir fehlen Kindern, ihre tollen Ideen und ihre spontanen Fragen. In meinem Fach finde ich Zeichnungen mit den Worten: „Ich vermisse dich!“ und „Mir fehlen die Religionsstunden!“ Das zeigt mir, wie wichtig wir ReligionslehrerInnen und unser Unterrichtsgegenstand ist.

Mona Zotter (1230, PWMS Willergasse, z.Z. im Sabbatical): Die Aufgabe der Religionslehrerinnen in diesen Zeiten sollte die sein, Seelsorgerin für die Kids zu sein, Hoffnung zu geben, Trost zu spenden, zu ermutigen, da zu sein. So wie wir es im Unterricht auch wären. Ein Einblick in die psychische Situation der Kids zeigt dieses Gespräch und berührt mich sehr: Beim Vorübergehen an der Hundezone: „Mama ich wäre gerne ein Hund, dann könnte ich auf meinen Hundespielplatz und meine Hundfreunde treffen.“

Monika Tomankova (Wolfthal/Berg): In Wolfsthal/Berg funktioniert es so, dass ich den Klassenvorständen verschiedene Unterrichtsmaterialien sende. Diese werden dann durch die Klassenvorstände mittels den diversen. Plattformen an die Schüler weitergeleitet. Dieses System funktioniert ganz gut. In Hainburg wird es ähnlich praktiziert. Nach Absprache mit der Kollegin Birgit Pirkner stellt einmal sie und einmal ich die Unterrichtsmaterialien zur Verfügung.

Notburga Wurm (1230, NMS Carlbergergasse): Die ersten zwei Wochen waren mühsam! Viel zeitintensive Kommunikation mit den KollegInnen, der Direktion und den Eltern hat sich aber bezahlt gemacht. Wir haben mit Eltern und Kindern erhoben, welches Kind mit welchen Medien arbeitet. Über die Osterferien wurde die Plattform MS Teams installiert. Die Lehrer wurden in einer Videokonferenz eingeschult, nach Ostern die Kinder. Ab der sechsten Woche läuft die Lernplattform und wir dürfen Fehler machen. Wichtig: Wir sind miteinander in gutem Kontakt.

Werner Huber, 1230 (NMS Anton Baumgartner Straße): ‚Alles hat seine Zeit und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde‘, so spricht Kohelet. Ich bekomme ein Mail zweier Brüder, die sich für die zugesandte Geschichte bedanken. Ein Whats App einer Schülerin, die mir Gedanken zur heutigen Geschichte schreibt. Es ist also die Stunde, in der wir auf ’natürliche‘ Art mit den SchülerInnen in Kontakt treten können, denn das Handy ist immer dabei. Chelsea berichtet, dass sie es schön findet, Zeit zum Nachdenken zu haben.

Tina Naber (1130 VS Ober St.Veit): In den ersten Wochen habe ich viele Impulse gesetzt, dann hat die Resonanz eingesetzt. Meine Coronaschatztruhe füllt sich: Gescannte Seiten, Emails, Feedback der Eltern, der Brief eines Großvaters. Es erfüllt mich mit Zufriedenheit, dass ich auch in dieser Situation Spuren bei Familien hinterlassen kann. Die Verschriftlichung des mündlichen Unterrichts ist sehr aufwendig. Ich möchte doch einen „Hauch“ meines sonstigen Stils rüberbringen. Mir fehlen „meine“ Kinder, denn Unterrichten ist ein Geben und Nehmen.

Marie-Theres Wimmer (1220 VS Lavantgasse): Anfänglich gab es Schwierigkeiten, die Kontaktdaten der Kinder zu bekommen; alle habe ich bis heute nicht! Für mich ist es unmöglich über 200 SchülerInnen laufend mit Kopiervorlagen zu beliefern. Meine Vorgangsweise ist so, dass ich religiöse YouTube Kurzvideos heraussuche; die KK bekommen dazu Fragen, die sie beantworten und mir per Whats App schicken können. Manche machen halt nichts und dagegen bin ich machtlos!

Doris Pötscher-Haßlinger (pG Katzelsdorf): Man kann alles auf verschiedene Weisen betrachten: Man kann sehen, was alles nicht möglich ist, was einen belastet in dieser speziellen Zeit. Man kann aber auch das Positive daran sehen. Ich gebe Arbeitsaufträge, die ich im Klassenunterricht nie geben würde, und lerne dadurch meine Schüler/innen sehr persönlich kennen. In der 1. Klasse schreiben sie zum Thema „Gebet“ ihr jetzt gerade in diese Situation passendes Gebet. In der 4. Klasse beschreiben oder zeichnen sie ihr eigenes Paradies – und wenn ihnen das zu philosophisch ist, sollen sie den Bibelkuchen backen und mit Fotos festhalten.

Andrea Unger BEd (PVS Sacré Coeur): An der PVS Sacré Coeur konnten sich die SchülerInnen über die Klassenpinnwand www.padlet.com/andreaunger/7qypkx7opgs2 laufend die neuesten Arbeitsblätter, Infos und Lernvideos ansehen. Nebenher gab es ein Ostergewinnspiel, wobei die vielen kreativen Einsendungen unsere ganze Schule begeisterten: www.padlet.com/andreaunger/h48dcpjpex4u. Ich rief außerdem eine Sprechstunde ins Leben, bei der wichtige Fragen der Kinder geklärt, Sorgen ausgeräumt und Bibelstellen erzählt werden.

Peter Sepp (GRG 3 Hagenmüllergasse): Es ist eine große Herausforderung, mit den Schülern und Eltern in Kontakt zu treten und zu bleiben, obwohl wir in unserer Schule mehrere Kommunikationskanäle haben. Und ich weiß es sehr zu schätzen, wie sich das Schulamt bemüht uns nach Möglichkeit zu unterstützen. Man spürt, wie sehr die Kinder in dieser Zeit Anerkennung brauchen. Die Chancen sehe ich gerade in diesem persönlichen Kontakt mit einzelnen SchülerInnen und Eltern. Ich versuche ihnen auch zu vermitteln, dass ich im Gebet an sie und ihre Familien denke. Da wir heuer keinen Schulostergottesdienst feiern konnten, habe ich sie zum Mitfeiern des Livestream-Ostergottesdienstes mit mir eingeladen. Es wurde gut angenommen.

Anonym: Religionsunterricht lebt von der Gemeinschaft, vom gemeinsamen Tun. Der Religionsunterricht ist stark geprägt vom In-Beziehung-sein. Das fehlt. Meine Schüler empfinden genauso, denn sie formulieren dies in ihren Rückmeldungen. Die digitalen Möglichkeiten erleichtern es, mit den Familien in Kontakt zu bleiben. Ob eine digitale Nachricht die Kinder erreicht, werde ich erst im regulären Schulbetrieb erfragen können. Arbeitsaufträge dürfen derzeit nicht an die Schule retourniert werden, so habe ich kaum Kontrolle. In der Volksschule bin ich auf die Unterstützung der Eltern angewiesen. Die Kinder haben zwar Zugang zu den elektronischen Geräten, aber kein eigenes Endgerät. Zusätzlich habe ich selbst Schwierigkeiten tagsüber am Computer zu arbeiten, weil mein Mann im Homeoffice ist und unseren Computer braucht.

Angelika Mantler (BRG Bad Vöslau): Die SchülerInnen arbeiten brav die schriftlichen Unterlagen durch und freuen sich, wenn ihre Arbeit wertgeschätzt wird. Keine Unterlagen zu senden, finde ich übrigens nicht glücklich. Denn der Weg zur Schlussfolgerung, dass der Religionsunterricht eigentlich nicht fehlt, dass man ihn sich sparen kann, weil da eh nichts kommt, ist kurz und verheerend. Etwas ist ebenfalls neu: Eltern bekommen nun viel mehr mit, was im Religionsunterricht behandelt wird. Da bekomme ich dann eine breite Spanne von Rückmeldungen.

Ludmila Kornigg (BG Baden, Biondekgasse): Das Distance-teaching hat gerade die von uns, die mit den Computern nicht besonders gut befreundet sind, vor eine riesige Herausforderung gestellt. Aufgrund der großen Belastung und stetiger Verbesserung habe ich jede Woche auf ein anderes Programm / Lernplattform umsteigen müssen. Die Rückmeldungen der Schüler sind bis jetzt positiv. Da sie sich mit den Themen allein auseinandersetzen müssen (d.h. zu Entdeckern werden), nehmen sie viel mehr mit. Aber ich merke auch, wie sehr der persönliche Austausch und das Diskutieren fehlen.

Gottfried Hofmann (GRg Kollegium Kalksburg): Das aktuelle „Home Working“ gelingt ganz gut, was nicht zuletzt wohl auch daran liegt, dass wir Lehrer/innen und so auch unsere Familien es gewohnt sind, dass das Zu-Hause auch Arbeitsplatz ist. Als Religionslehrer freute ich mich besonders über die vielen positiven Rückmeldungen meiner Schüler/innen, die mit ihren Familien den Ostergottesdienst feierten, für den ich einen Vorschlag mit Anleitung gestaltet hatte.

Anonym: Ja, Religionsunterricht hat Relevanz. Religionsunterricht vermittelt im Idealfall Werte, Haltungen, Beziehung, Gemeinschaft, Glaube, Halt, Sinn, Tradition, Auszeit vom Alltag, Lebenshilfe, Sicherheit, Auseinandersetzung mit wichtigen Fragen über Gott und die Welt. Unter normalen Umständen gibt es auch in Sonderschulklassen Höhepunkte, an denen existenzielle Fragen auftauchen und zur Sprache kommen und Religionsunterricht Relevanz hat. Nein, im momentanen Ausnahmezustand mit „Religionsunterricht auf Distanz“ gelingt es mir nicht, zu dieser Relevanz des Religionsunterrichtes vorzudringen. Noch mehr als andere Fächer ist Religionsunterricht meiner Meinung nach auf Beziehung, Vertrauen und Kommunikation angelegt und es schmerzt mich, dass diese bei distanzlernbasierter Unterrichtsweise für mich kaum zu erreichen sind.

Katrin Hense (VS Traiskirchen): „Bring den Religionsunterricht von dir zuhause zu den Schülern ins Haus“. So habe ich begonnen Videos aufzunehmen. Ich erzähle biblische Geschichten mit Hilfe meiner Stopp-Motion-Filme (https://youtu.be/DSgSJDmrHaE ). Wir erlernen Neues wie den Aufbau der Osterkerze(https://scratch.mit.edu/projects/387014255). So kann ich gut mit den Kindern in Kontakt bleiben. Die Eltern bestätigen, dass es gut bei den Kindern ankommt. Ich muss aber einwenden, dass mir der direkte Dialog mit den Kindern fehlt.

Angelika Bet’ko (pG 11, Erdberg): Der Religionsunterricht lebt von unseren Persönlichkeiten als LehrerInnen und ist somit keineswegs durch Arbeitsaufträge via Mail/Lernlattformen/Youtube zu ersetzen. Dennoch habe ich von Anfang an gute Erfahrungen gemacht. Wie POSITIV war ich überrascht wie sehr sich die SuS bemühten und ganz tolle Arbeiten abgeliefert haben. Jede Arbeit wurde/wird von mir online ganz persönlich und aufmunternd wie lobend kommentiert. Ich denke, dass dies ganz wichtig ist!

Markus Aichelburg (Gymnasium Sacré Coeur Pressbaum): „Ich mache zur Zeit die positive Erfahrung, dass sich Unterricht so besser individualisieren lässt. Religionsunterricht lädt dazu ein, zu fragen, zu staunen, sich zu interessieren. In der aktuellen Phase des Homeschooling können Schülerinnen und Schüler selbstverantwortlich bei genau jenen Fragen und Themen länger verweilen, die sie persönlich beschäftigen – losgelöst von einer 50-Minuten-Taktung. Eine Herausforderung ist es jedoch, ihnen dafür das nötige Forum für den Austausch zu bieten und sie nicht mit ihren Gedanken allein zu lassen, denn gerade vom Dialog und der Gemeinschaft lebt Religionsunterricht.“

Roswitha Kaisler (HLW 3): Es eröffnen sich neue Erfahrungsräume der österlichen Frohbotschaft und der spirituellen Kompetenz. Caroline (4HWA, Pr. HLW 3): „Jede Schüler*in und jede Lehrer*in, der oder die in dieser Zeit trotzdem lernt und arbeitet wird nicht vergessen. Jeder hat seine Berufung und Aufgabe. Auch wenn man fällt, steht man danach auf. Wir können und werden diese Zeit schaffen. Jesus ist auch auferstanden und so werden wir es auch. Die Sonne wird wieder für uns scheinen.“

Anonym: Ich habe meinen SchülerInnen zunächst via E-Mail, dann über MS-Teams Arbeitsaufträge geschickt. Die parallele Betreuung meiner eigenen schulpflichtigen Kinder war / ist besonders herausfordernd. SchülerInnen-Feedbacks zeigen, dass viele schulisch wie privat sehr belastet sind. Diese neue Form des Unterrichts ermöglicht zwar, Inhalte / Wissen schnell zu vermitteln. Andererseits lebt der RU wesentlich von der persönlichen Interaktion/Kommunikation mit den SchülerInnen – es ist seine unersetzliche „Seele“. (anonym, Verf. der Redaktion bekannt)

Sonja Windt (BG/BRG Klosterneuburg): Ich bekomme von vielen SchülerInnen sehr persönliche Gedanken zurück sowie kreative Beiträge und dadurch lerne ich so manche/manchen von einer anderen Seite kennen. Diese Gedanken der SchülerInnen geben mir auch Kraft und Freude zurück. Interessanterweise ist eine Religionsgruppe, die ich als disziplinär herausfordernd erlebt habe, jetzt sehr aktiv und fleißig. Ich sehe diese Religionsgruppe nun viel positiver. Ich versuche, Arbeitsaufträge mit Maß und Ziel zu geben, da ich weiß, dass auch die SchülerInnen in dieser Zeit sehr gefordert sind.

 Gabriele Watzal (BG/ BRG Hollabrunn): Das Lernen zu Hause funktioniert bei meinen Schülern generell ganz gut. Ich bin per email und seit Ostern über Teams mit meinen Schülern in ständigem Kontakt, und bis auf ganz wenige Ausnahmen bekomme ich die erledigten“ Heimarbeiten“ zurückgesendet, für die sie eine bestimmte Zeitvorgabe bekommen haben. Meine Unterstufenschüler arbeiten dabei mit ihrem Religionsbuch, schreiben Zusammenfassungen, arbeiten Bibelstellen z.B. in Briefform um oder recherchieren im Internet über Themen/ Persönlichkeiten. Einerseits vermisse ich den sozialen Kontakt mit meinen Schülern, die vielen kleinen persönlichen Gespräche sehr, andererseits zeigen sich bei manchen Schülern gerade jetzt ganz tolle eigenständige Leistungen. Jedenfalls freuen wir uns alle schon sehr auf den „Normalbetrieb“ in der Schule.

Daniela Vossah (VS Biedermannsdorf): Die Schülerinnen und Schüler der VS Biedermannsdorf bekommen von mir regelmäßig Briefe und kleine Arbeitsaufträge, die von den Garderobenplätzen abgeholt werden. Die Kinder können sich per E-Mail an mich wenden. Viele sind sehr fleißig und geben die Aufträge regelmäßig in der Schule ab. Ich habe die Kinder ermutigt, auch zu Hause in sich hinein zu hören und mit dem lieben Gott zu sprechen oder einfach einmal ein Vater Unser zu beten. Ich komme regelmäßig zur Betreuung einiger Kinder in die Schule. Es ist immer sehr schön zu sehen, dass sich die Kinder freuen und glauben, dass wir dann Religion haben … weiterlesen

Brigitte Worscha (VS Unterwaltersdorf und VS Teesdorf): Mit dem bisherigen Verlauf des Distance learnings bin ich zufrieden. Das bedeutet, dass ich für die drei Wochen vor Ostern und nun die beiden Wochen vom 15.4. bis 30.4. jeweils Arbeitsaufträge für die SchülerInnen in den verschiedenen Schulstufen erstellt habe. Diese sind, so wie es scheint, so formuliert, dass die SchülerInnen auch etwas damit anfangen können, immer wieder bekomme ich über die Klassenlehrerinnen fertiggestellte Aufträge übermittelt, mit einigen SchülerInnen hatte ich (im geeigneten Abstand 🙂) Kontakt, und auch diese konnten mir vermitteln, dass sie mit den Aufgabenstellungen gut zurechtkommen … weiterlesen

Manfred Grüner (NMS Bad Erlach): In dieser besonderen Zeit war und ist es für mich schwer, einen Religionsunterricht im klassischen Sinn zu gestalten. Am Beginn dieser Krise am letzten “normalen“ Schultag habe ich den Kindern Arbeitsaufträge in Form von Arbeitsblättern, Rätseln, Quiz zum Thema Kartage und Ostern mitgegeben. (Hatte die Hoffnung, dass ich meine Schüler nach den Osterferien sehe). Zwischenzeitlich haben wir in unserer Schule “Klassentische“ im Eingangsbereich aufgestellt, wo Eltern bzw. Schüler Unterrichtsmaterial abholen bzw. zurückbringen können. (Vor allem für jene Schüler, welche über elektronische Plattformen nicht erreichbar sind.) … weiterlesen

Maria Hötzel (VS Gainfarn und SMS Bad Vöslau): Positiv – Denkanstöße für das Leben und den Glauben jetzt! Projekte: „If You can’t go outside, go inside!“ Bilder einer Ausstellung 7 Bilder in 7 Tagen eine Woche lang 1 CORONAZEITBILD für CORONAGEDENKKALENDER und Corona Gedenkheftchen 7 Seiten in 7 Tagen eine Woche lang 1 CORONAZEITTEXT für ein CORONAGEDENKHEFTCHEN; Kopier-Sessions VS, chatten e-mail, You-tube, Microsoft-Teams in der SMS. Negativ – Lernen ist von Leidenschaft, Zustimmung und Gefühlen begleitet. Nur im echten Gespräch möglich.

Elisabeth Chanuka (VS und ASO Pernitz): Ich habe eine Klassenpinnwand, mit der ich viel Freude habe. Ich habe sogar in den Osterferien meine Pinnwand befüllt an den jeweiligen Kartagen und Ostertagen. Der einzige Nachteil ist aber, dass ich nicht weiß ob und wie viele Kinder sich die Videos ansehen und Arbeitsaufträge erfüllen. Bis jetzt habe ich noch kein Feedback bekommen. Ich denke, dass es sich doch viele Kinder ansehen, denn ich glaube unsere Videos in Religion heben sie doch etwas vom Alltag ab und sind entspannend und interessant für sie.

 Veronika Jedlicka (VS Theresienfeld, VS Josefstadt -WN und VS Otto Glöckel WN): In meiner Stammschule (Theresienfeld) halte ich zum einen über die Klassenlehrerinnen Kontakt mit meinen SchülerInnen, indem ich ihnen etwa alle 1-2 Wochen einen Brief mit Aufgaben oder die Information, dass einer in der Schule zum Abholen aufliegt, zukommen lasse. Das funktioniert wirklich gut, und ich habe das Gefühl vollste Unterstützung durch die Klassenlehrerinnen zu bekommen. Ich habe schon von einigen Eltern und auch Kindern über meine Dienstmail Fotos und Feedbacks zu den Arbeiten erhalten, worüber ich mich immer sehr freue und dadurch dann auch ein kleiner Austausch stattfindet … (weiterlesen)

Peter Trenker (Bundesrealgymnasium, 2700 Wiener Neustadt): Meine positive Erfahrung mit dem Religionsunterricht in Zeiten der Panik-Pandemie: Schwerpunktmäßig haben meine Schüler bereitgestellte Unterlagen (z.B. Religionsbuch, aber auch andere Texte, Kurzfilme, …) durchzuarbeiten und möglichst kurze Zusammenfassungen zu schreiben (je kürzer desto schwieriger), bzw. erhalten (helfende) Fragen zu diesen Materialien, die sie möglichst kurz beantworten sollen. Manchmal fordere ich sie auf selbstständig zu denken und nach Antworten auf schwierige Fragen zu suchen. Z.B. in der 3. Klasse: Welche vier Eigenschaften müsste ein „Ding“ haben, um vollkommen glücklich zu machen. – Wirklich tolle Antworten! … (weiterlesen)

Katharina Eilenberger (ASO Baden, VS Baden – Weikersdorf): Plötzlich alles anders – Religionsunterricht auf Distanz: So war es dann. Von heute auf morgen stand fest, dass die Schule ohne Schülerinnen und Schüler bleiben wird, ohne Lehrerinnen und Lehrern, ohne all das Leben, das ein Schulgebäude erfüllt. Und damit auch ohne meinen Religionsunterricht. Es dauerte eine Zeit, bis ich realisierte, was das bedeutet. Alles, was ich mir überlegt hatte bis Ostern mit den Kindern und Jugendlichen zu erarbeiten, war hinfällig. Oft dachte ich an den Ostergarten, den ich in einer Mehrstufenklasse der Sonderschule (Schüler von der 1. bis zur 4. Schulstufe) angefangen hatte. … (weiterlesen)

Susanne Schrammel (VS Bromberg, VS Hochwolkersdorf, LSO Waldschule Wr. Neustadt): Ich habe in den letzten Wochen ein neues Medium mit „bewährten Hilfsmitteln“ für mich entdeckt. Zum Religionsunterricht und zur Verdeutlichung der religiösen Inhalte begleiten mich oft meine biblischen Figuren und eine Handpuppe namens Nele in die Schule. Ihnen kommt jetzt große Bedeutung zu. Sie übernehmen jenen Part, der den Kindern vertraut ist, wenn ich mit einem neuen Medium – dem Videofilm – auf sie zukomme. Nele und die biblischen Figuren treten an die Stelle des Vermittlers. Ich selbst bin nur zu hören, vielleicht im Dialog mit Nele kurz zu sehen … (weiterlesen)

Anonym: Vier Wochen Unterrichten ohne Schule?! Nach mittlerweile fast vier Wochen, erreiche ich alle Schülerinnen und Schüler über die verschiedenen digitalen Kanäle, wenngleich in unterschiedlichen Systemen (AHS: Mircosoft, BHS: Moodle). Der Vorteil dieser Unterrichtsform ist das Erlernen und Festigen von computerbasierten Kompetenzen für Schüler und auch Lehrer. Zudem sind Aufgabenstellungen mit Textbezug, wie kreatives Schreiben, Essays verfassen oder eigene Kommentare schreiben, gut geeignet für dieses Unterrichten. Allerdings fehlt vor allem die direkte Interaktion, die die Basis eines gelungenen Religionsunterrichtes bildet…. (weiterlesen) (anonym, Verf. der Redaktion bekannt)

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