THEOLYMPIA: Großer Festakt ehrt Siegerinnen

Preisverleihung, Kurzlesungen und Podiumsdiskussion zum Abschluss der zweite Olympiade im katholischen Religionsunterricht. Mit einem feierlichen Festakt im Erzbischöflichen Palais wurden am Mittwochabend im Beisein hochrangiger Vertreter aus Kirche, Wissenschaft und Bildung die Siegerinnen und FinalistInnen der zweiten Olympiade im katholischen Religionsunterricht geehrt. Eine Fotopräsentation, Kurzlesungen und eine Podiumsdiskussion verhandelten das Jahresthema „Ecce Homo – Seht der Mensch!“ und gaben Einblick in die eindrucksvollen Arbeiten der SchülerInnen.

Mit dem großen Festakt im Erzbischöflichen Palais fand am Mittwochabend THEOLYMPIA 2022 einen feierlichen Abschluss. Die Ausschreibung des Schuljahres 2021/22 hatte unter Bezug auf ECCE HOMO – SEHT, DER MENSCH! (Joh 19,5) mit hochaktuellen Fragen den Menschen in den Blick genommen: Was ist der Mensch? Was bedeutet heute Menschlichkeit? Und welchen Beitrag kann Religion zur Beantwortung dieser Fragen leisten? Erstmals gab es im aktuellen Schuljahr ergänzend zum Essaywettbewerb auch einen Fotowettbewerb. Insgesamt wurden österreichweit über 200 Beiträge eingereicht, aus denen ganze sieben Podiumsplätze ermittelt wurden: In der Kategorie Essay wurden aus 131 bundesweiten Einsendungen gleich vier beste Essays gekürt. In der heuer erstmals ausgeschriebenen Kategorie Foto zeichnete die Jury aus 80 Einsendungen drei Fotografien aus.

Der Mensch in all seiner Vielschichtigkeit
Das Thema Menschsein und Menschlichkeit beschäftigt Jugendliche, wie im Laufe des Abends deutlich wurde. Auch wie vielschichtig das Thema in den Augen der jungen AutorInnen und FotografInnen ist. Der Mensch als Suchender, im Ringen um Sinn, widersprüchlich, ein Spiegel seiner Umwelt und letztlich undefinierbar – dies sind nur einige der inhaltlichen Impulse der Schülerinnen und Schüler, die sie in Wort und Bild einem begeisterten Publikum darboten. Auch die Erweiterung des Wettbewerbs um eine ästhetische Disziplin fand großen Anklang. Johanna Schwanberg, Jurorin und Leiterin des Dommuseums Wien merkte an: „In einer derart bildmächtigen Gegenwart ist es wichtig, dass Jugendliche auch in der Schule lernen, den Bildern von Social Media ihre eigene Bildwelt entgegen-zusetzen. Die Auseinandersetzung mit Bildern besitzt zudem hohe gesellschaftliche Relevanz, da hier gelernt werden kann, die Vielschichtigkeit von Wirklichkeit und eine Perspektivenvielfalt auszuhalten sowie eine Sprache zu sprechen, die nicht nur an Leistung orientiert ist.“

Nicht zu kurz kam im Laufe der Veranstaltung die Würdigung des Religionsunterrichts und der zahlreich anwesenden ReligionslehrerInnen, die die Jugendlichen an das Thema herangeführt haben. „Den Blick zu schärfen für essentielle Fragen wie jene nach der Bedeutung des Menschseins und den Finger auch einmal in die Wunde zu legen, ist eine bedeutende Aufgabe schulischer Bildung, der der Religionsunterricht in hervorragender Wiese nachkommt“, so Bildungsexpertin Gertraud Salzmann, Abgeordnete zum Nationalrat.

Die Gewinnerinnen von THEOLYMPIA 2022
Die sieben Podiumsplätze sind heuer fest in weiblicher Hand: Den 1. Platz in der Kategorie Essay teilen sich ex aequo Hanna Sonleithner (18) aus dem Bundesrealgymnasium Traun (Diözese Linz) und Antonia Hoffmann (17) aus dem Gymnasium Sacré Coeur Wien (Erzdiözese Wien). Über den 2. Platz freut sich Viktoria Sindelar (19) aus den Don Bosco Schulen Vöcklabruck (Diözese Linz). Der 3. Platz geht an Hannah Grasi (17) aus dem Evangelischen Gymnasium in Wien (Erzdiözese Wien). In der

Kategorie Foto werden ausgezeichnet Verena Wipplinger (15) aus der BBS Rohrbach (Diözese Linz) mit dem 1. Platz, Sophie Kosmath (18) aus dem Gymnasium Sacré Coeur Wien (Erzdiözese Wien) mit dem 2. und Annika Wolkerstorfer aus der BBS Rohrbach (Diözese Linz) mit dem 3. Platz. Weitere acht AutorInnen und sieben Fotografinnen haben es mit ihren Beiträgen bis in die letzte Runde geschafft.

Im Rahmen der Langen Nacht der Kirchen am 10. Juni werden ausgewählte Fotografien in der Singerstraße 7/4 ausgestellt (Raum GEIST.REICH im 1. Stock, 17:00 Uhr bis 22:00 Uhr). Die Ausstellung kombiniert die Fotografien mit einer Akustikinstallation: SprecherInnen lesen aphoristische Auszüge aus den Essays der Finalrunde.

Alle FinalistInnen sowie die Siegerbeiträge sind zu finden auf theolympia.at

HINTERGRUND | Essaywettbewerb und Fotowettbewerb THEOLYMPIA
Die Religionsolympiade THEOLMYPIA wird seit dem Schuljahr 2020/21 jährlich durchgeführt. Initiiert wurde der Wettbewerb vom Interdiözesanen Amt für Unterricht und Erziehung (IDA). Seit diesem Schuljahr gibt es gleich zwei Disziplinen: Im Essaywettbewerb wird das Jahresthema intellektuell-argumentativ beleuchtet; beim Fotowettbewerb nähern sich die TeilnehmerInnen dem Jahresthema kreativ-fotografisch an. Ab dem Schuljahr 2022/23 findet THEOLYMPIA in allen neuen heimischen Diözesen sowie in Südtirol statt. THEOLYMPIA ist offen für Schülerinnen und Schüler der Schulstufen 10 bis 13, die den katholischen Religionsunterricht besuchen. Die eingereichten Essays und Fotografien werden von zwei Fachjurys aus Wissenschaft, Kunst und Journalistik begutachtet und nach Kriterien wie Originalität und argumentative Überzeugungskraft bewertet.


RÜCKFRAGEHINWEIS:
Presse: Sabine Aßmann
assmann@privatschulen.at
Foto: © Erzdiözese Wien/Paul Hesse