Matura-Challenge: Schüler:innen erklimmen den Steffl

Bevor es heuer ernst wird mit der Matura, haben sich Schüler:innen aus Wien einer besonderen Challenge gestellt: Am Freitag ging es in luftige Höhen beim Stiegenlauf im Stephansdom. Unter kundiger Anleitung durch den Extremsportler Michael Strasser liefen die Schüler:innen und einige Ehrengäste sportliche 343 Stufen hinauf in die Türmerstube des „Steffl“.

Die teilnehmenden Schüler:innen, ein Großteil davon Maturant:innen, besuchen das GRG 23 Anton-Baumgartner-Straße in Wien. Veranstalter der Challenge war das Schulamt der Erzdiözese Wien in Kooperation mit dem österreichischen Extremsportler Michael Strasser. Unter den „Special Guests“, die außer Konkurrenz liefen, befanden sich u.a. Rudi Reitberger, zweifacher heimischer Gewinner des Empire-State-Building-Run-Up, Generalvikar Nikolaus Krasa, Superintendent Matthias Geist, Schulamtsleiterin Andrea Pinz, Markus Michelitsch, Direktor des GRG 23 sowie Helmuth Gattermann, Abteilungsleiter Personal im Schulamt der Erzdiözese. Die Towerrunning World Association stellte sicher, dass die Zeitnehmung auch wirklich akkurat erfolgte.


Die „Special Guests“ liefen außer Konkurrenz: (v.l.n.r.) Markus Michelitsch, Direktor des GRG 23, Generalvikar Nikolaus Krasa, Schulamtsleiterin Andrea Pinz, Extremsportler Michael Strasser, Superintendent Matthias Geist und Helmuth Gattermann, Abteilungsleiter Personal im Schulamt der Erzdiözese.

343 Stufen zum Ausblick über die Stadt
Nach einem sportlichen Aufwärmtraining mit Michael Strasser starteten die Ehrengäste mit dem Stiegenlauf. Im Anschluss wurde es für die Schüler:innen des GRG 23 ernst — nacheinander ging es auch für sie die 343 Stufen hinauf in die Turmkammer des Wiener Wahrzeichens. Die jungen Läufer:innen sammelten sich in der sogenannten „Türmerstube“ des Südturms, in Wien weithin als „Steffl“ bekannt. Dort durften die Burschen und Mädchen neben Elektrolyten in Form von Apfelsaft aus rund 75 Metern Höhe den besonderen Ausblick über ihre Stadt genießen. Historisches Wissen gab es als Dreingabe: Bis 1955 versahen hier noch „Türmer“ ihren Dienst. Diese Feuerwehrmänner hielten in der nach ihnen benannten Turmkammer Ausschau nach Bränden, um rechtzeitig Alarm zu schlagen.

Nachdem alle Läufer:innen des Matura-Stiegenlaufs schließlich wieder Bodenhaftung hatten, ging es zur wohlverdienten Siegerehrung. Im Stephanisaal des erzbischöflichen Curhauses am Stephansplatz erhielten alle Teilnehmer:innen — die „Special Guests“ ebenso wie die Schüler:innen — eine Urkunde und eine Dom-Medaille. Die Maturant:innen wurden zudem in zwei Gruppen ausgezeichnet, es gab jeweils erste bis dritte Plätze für die Burschen sowie für die Läuferinnen der Maturaklasse.

„BE BLESSED!“: Beistand von ganz oben
Der Stiegenlauf ist eine Aktion im Rahmen von „BE BLESSED!“ — bei der gleichnamigen großen Segensfeier im Stephansdom können sich alle Wiener Maturant:innen heuer am 30. April um 14:00 Uhr für die bevorstehenden Prüfungen noch Beistand von ganz oben holen. Für nervenstarke Kletterfans gibt es vorab übrigens noch eine besondere Möglichkeit, sich eine Extraportion Selbstvertrauen zu sichern: Die Erzdiözese verlost unter allen teilnehmenden Maturant:innen wieder eine Stephansdom-Besteigung, die dann – mit Helm und sicher angeseilt — bis ganz hinauf zur Spitze des Südturms führt. Teilnahme: bis 5. April. Alle Infos dazu auf www.beblessed.at

Schulamtsleiterin: Im Endspurt zur Matura
„Wir sehen diesen Stiegenlauf als eine mentale und sportliche Herausforderung für unsere Schülerinnen und Schüler, die hier in der Gruppe und mit hoher Motivation sozusagen im Endspurt zur Matura laufen“, erklärte Andrea Pinz vom Erzbischöflichen Amt für Schule und Bildung im Anschluss an die Aktion. „Niemand wird zurückgelassen, es geht nicht ohne Training und Anstrengung, manchmal muss man fast an seine Grenzen kommen, bis der Lauf zu Ende ist. Alle bewältigen den Weg zum Gipfel in ihrem Tempo und können sich ihrer Stärke und ihrer Potenziale bewusst werden.“ Nicht zuletzt fördere so ein Stiegenlauf ja auch Ausdauer und eine positive Grundhaltung und das sei für die Matura genauso entscheidend, so die Schulamtsleiterin.

Unter den Läufern war auch Matthias Z. (17), der heuer maturiert. „Am Montag schreiben wir unsere allerletzte Schularbeit“, erzählt er vor dem Lauf. Für ihn ist die Teilnahme bei der Steffl-Aktion eine sportliche Challenge, die bestimmt zu schaffen ist — ähnlich wie die Matura. Die sei sicher anstrengend, aber auf jeden Fall zu schaffen, meint er. Auch Sophia F. (15) läuft mit, für sie ist es bis zur Matura noch ein paar Jahre hin. Den Turmlauf sieht sie als eine Art Metapher für den „Lauf der Schulzeit“: Man mobilisiere seine letzten Reserven, um die Spitze zu erreichen. BE BLESSED!, die Segensfeier vor der Matura findet sie eine sehr schöne Idee. Das gebe bestimmt noch einmal extra Motivation für die Matura, meint die Schülerin. Die kann sie sich dann ja in drei Jahren abholen.

BE BLESSED — Die Segensfeier für Maturant:innen im Stephansdom
https://www.beblessed.at

Wien, 16. März 2024 | Pressekontakt: Sabine Assmann/PR und Öffentlichkeitsarbeit Schulstiftung der Erzdiözese Wien


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