150 Jahre: Private Volksschule Waldkloster feiert Jubiläum

Auf eine lange und durchaus bewegte Geschichte blickt die Volksschule Waldkloster in Favoriten zurück. Einst als kleine Dorfschule inmitten von Wald und Wiesen gestartet, feiert die Schule in diesem Jahr das 150ste Jahr ihres Bestehens. Am Mittwoch wurde das Jubiläum festlich begangen — mit einem Gottesdienst und anschließender Feier.

Unter reger Beteiligung der Schülerinnen und Schüler feierte das Waldkloster mit Generalvikar Nikolaus Krasa den Festgottesdienst in der nahgelegenen Kirche St. Anton. Thematisiert wurde auch die Geschichte der Volksschule — und durch die Kinder zudem sehr bildhaft präsentiert. Ein Stein aus dem Mauerwerk des Schulgebäudes wurde dabei zum Sinnbild für das feste Vertrauen in Jesus. Der Stein stehe dafür, „dass wir auf Jesus immer zählen können“, so der Generalvikar.

Lernen als Schlüssel zu den „Schätzen der Welt“
Im Anschluss an den Gottesdienst ging es zur Feier in den Pfarrsaal der Kirche. Dort kamen einige der Ehrengäste zu Wort, etwa Marcus Franz, Bezirksvorsteher von Favoriten, der die Bedeutung der Schule für den Bezirk hervorhob. Auch Andrea Pinz, Leiterin des Schulamts der Erzdiözese Wien, hielt eine kurze Festrede. Sie verwies noch einmal auf die lange Geschichte der Schule, um zu zeigen, wie lebendig und spürbar die Vergangenheit sein kann. Denn, so Andrea Pinz, schon die Ordensschwestern, die die Schule einst gründeten, hätten als pädagogisches Ziel ein Lernen gesehen, das als Schlüssel dient, „um sich die Schätze der Welt aufzusperren“. Bildung also seit jeher als Schlüssel für ein sinnvolles, erfülltes und glückliches Leben. So werde katholische Schule auch heute in der Schulgemeinschaft der Volksschule Waldkloster gelebt.

Ulrike Heppner, Leiterin der Volksschule Waldkloster, fand in ihrer Festrede eine ganz besondere Metapher. Das Waldkloster sei wie eine bunte Blumenwiese, so die Direktorin. „Unsere Schule ist der Boden, um viele Blumen zum Blühen zu bringen.“ Wie gut das funktioniert, konnten die Gäste auf der Bühne sehen: Begleitet wurde die Feier von musikalisch-kreativen Choreografien, die die Schülerinnen und Schüler der Volksschule Waldkloster für das Jubiläumsevent vorbereitet hatten. Mit viel Begeisterung präsentierten die Kinder diverse Gesangs- und Tanzeinlagen — und zeigten dabei vor allem auch, wie sehr die bunte Vielfalt der Schule eine Bereicherung ist für die Schulgemeinschaft.

Von der Mädchenschule zur „Schule für alle“
Die Geschichte der Schule ist durchaus bewegt: Um 1870 lebten rund um den heutigen Standort vor allem Arbeiter mit ihren Familien. Diese Siedlung lag inmitten von Wald und Wiesen, es gab weder eine Kirche noch eine Schule. Der damalige Kanzleidirektor der Erzdiözese Wien, Prälat Franz Kornheisl, initiierte daher die Gründung einer Schule samt Kapelle durch die Kongregation der Schwestern vom Göttlichen Erlöser — und machte das Waldkloster damit zur ältesten katholischen Privatschule im 10. Wiener Gemeindebezirk. Der erste Schulbau wurde 1872 fertiggestellt, rund um das Gebäude befanden sich damals kaum andere Häuser. Und der Schulbesuch war ausschließlich Mädchen erlaubt.

Bereits 1874 brannte der komplette Dachstuhl der Schule aus, in den Jahren danach kam es zu Epidemien, die Schule und Orden stark belasteten. Dennoch wurde das Gebäude rasch zu klein für den großen Andrang an Schülerinnen. 1891 wurde erstmals ausgebaut. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Waldkloster jedoch durch Bombeneinschläge beinahe vollständig zerstört. 1945 wurde die Schule wiederaufgebaut und bereits im Herbst eröffnet. Zwei Jahre später war das Waldkloster inklusive Hort, Kindergarten, Musikschule und Nähschule wieder vollständig errichtet. 1971 beendeten die Ordensschwestern ihre Lehrtätigkeit, bald darauf durften nun auch Buben die Schule besuchen. Das heutige Schulgebäude wurde ab 2003 errichtet.

Das Waldkloster heute: familiär und persönlich
Heute besuchen rund 220 Schülerinnen und Schüler die elf Klassen der privaten Volksschule Waldkloster. Gemeinsam lernen und wachsen die Mädchen und Buben in einer familiären und persönlichen Atmosphäre. Ein engagiertes PädagogInnenteam begleitet die Kinder dabei und legt viel Wert auf die individuelle Förderung von Begabungen und Interessen. Es gibt Schwerpunktklassen für Englisch, Musik, Soziales Lernen und Theaterpädagogik sowie eine liebevolle Nachmittagsbetreuung, die eine Vielfalt an Aktivitäten anbietet. Unterstützt wird die Schule zudem durch den Elternverein und die gesamte Schulgemeinschaft.

Private Volksschule Waldkloster https://pvs-waldkloster.ac.at/


HINTERGRUND | Eine Schule der Privatschulen der Erzdiözese Wien
Die private Volksschule Waldkloster gehört zu den Privatschulen der Erzdiözese Wien. Insgesamt 24 Schulen und Kindergärten in Wien und Niederösterreich finden sich unter dem Dach der Schulstiftung vereint. Rund 7.000 Kinder besuchen eine dieser Bildungseinrichtungen. Die Privatschulen der Erzdiözese Wien wissen sich einem hohen Leistungsanspruch verpflichtet und sehen zugleich die soziale Entwicklung und ganzheitliche Persönlichkeitsentfaltung der Kinder und Jugendlichen als zentrale Aufgaben. Schulen und Kindergärten bieten Wertevermittlung auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes sowie eine zeitgemäße, reflektierte Pädagogik. Die individuelle Förderung von Begabungen und Talenten ist Teil der schulischen Lernkultur.
Privatschulen der Erzdiözese Wien www.privatschulen.at/

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