Die private Mittelschule Sacré Coeur Wien in der Fasangasse gehört zum traditionsreichen Sacré-Coeur-Campus im 3. Wiener Gemeindebezirk. Seit nunmehr einem Vierteljahrhundert werden hier Schülerinnen und Schüler im Geiste einer Pädagogik unterrichtet, die den ganzen Menschen in den Blick nimmt und akademisches Wissen mit Herzensbildung, Achtsamkeit und Verantwortung verbindet. Mit einer abwechslungsreichen Festveranstaltung und vielen Ehrengästen wurde am Donnerstag das Jubiläum gebührend gefeiert.
Den Auftakt bildete ein stimmungsvoller Festgottesdienst in der klaren und lichten Architektur der schuleigenen Kapelle, zelebriert von Nikolaus Krasa, Delegat der Erzdiözese Wien, der unter anderem auch eine kleine Lehrstunde Hebräisch einschob. Konzelebrant war Thomas Wisotzki, er ist der Schule als Schulseelsorger der beiden Sacré-Coeur-Schulen am benachbarten Standort Rennweg eng verbunden. Musikalisch schwungvoll begleitet wurde die Messe vom Schulchor, bestehend aus engagierten Schüler:innen und Pädagog:innen, sowie von einem Instrumentalensemble der Lehrerschaft.
Viel “Frauenpower” beim Festakt im Festsaal
Den anschließenden Festakt moderierte mit viel Herzlichkeit die neue Schulleiterin Sonja Siegl. Als ehemalige Schülerin des Campus Sacré Coeur Wien war sie vor ihrem “Amtsantritt” im September bereits lange Jahre als Pädagogin an der Mittelschule tätig. Die etwas wortreicheren Reden überließ die Neudirektorin dennoch einigen ganz besonderen Ehrengästen — und hier zeigte sich personell und thematisch viel “Frauenpower”: Einen historisch spannenden Rückblick lieferte zunächst Sr. Magna von der Kongregation der Töchter der göttlichen Liebe. Sie erinnerte unter anderem daran, dass der Standort in der Fasangasse, ehemals als “Marienanstalt” bekannt, einst vom Frauenorden um Franziska Lechner gegründet wurde. Diese sei eine “Pionierin der Frauenemanzipation” gewesen, die jungen Frauen Unterkunft, Schutz vor Ausbeutung und vor allem Bildung und Ausbildung bot.
Einen zuversichtlichen Blick in die Zukunft warf im Anschluss Andrea Pinz, Leiterin des Schulamtes der Erzdiözese Wien, in ihren Worten an die Festgäste. Im Rekurs auf die Sacré-Coeur-Bildungsziele konzentrierte sie sich auf den Begriff “Wachstum” und sprach darüber, wie gemeinsame Anstrengung, die Förderung durch viele Wegbegleiter und auch die Einbindung in ein größeres Ganzes, etwa in die Gemeinschaft der Privatschulen der Erzdiözese Wien, der Mittelschule in den 25 Jahren ihres Bestehens das Wachstum zu heutiger Größe ermöglicht habe. Der ganzen Schulgemeinschaft wünschte die Schulamtsleiterin schließlich auch weiterhin Wachstum — vor allem in persönlicher, sozialer, spiritueller und intellektueller Hinsicht.
Für die Schulstiftung sprach mit Eva Lindl, Bereichsleitung Halbinternate/ Horte/ Kindergärten der Privatschulen der Erzdiözese Wien, eine weitere Frau. Sie würdigte die Schule “als Teil einer großen, verantwortungsvollen Bildungsfamilie”, die für “ein christlich geprägtes Bildungsverständnis, das Leistung ernst nimmt und zugleich den ganzen Menschen im Blick behält”, stehe. Lindl danke den gleich drei anwesenden — ehemaligen sowie aktuelle — Direktorinnen für ihre Arbeit. “Sie haben die Schule aufgebaut, konsolidiert, profiliert und schließlich mit Weitblick in neue Zeiten geführt. Jede von ihnen mit einer eigenen Handschrift, aber alle mit großer pädagogischer Kompetenz, Führungsstärke, Menschlichkeit und einem tiefen Verantwortungsbewusstsein”, so Lindl. Diese Form weiblicher Führung habe Spuren hinterlassen – sichtbar, wirksam und nachhaltig.
Es sprachen schließlich auch noch die beiden ehemaligen Leiterinnen der Mittelschule: Helga Salzer sowie Marianne Thaler machten die Damenrunde komplett. Beide blickten in persönlichen Worten auf ihre Zeit an der Mittelschule zurück und teilten so einige Erinnerungen an Begegnungen und Begebenheiten aus dem Schulalltag mit den Festgästen. Musikalisch begleitet wurde der Festakt einmal mehr vom Schulchor, der im Festsaal mit “Leise rieselt der Schnee” unter anderem auch Weihnachtliches zum Besten gab. Danach konnten die Gäste sich im Rahmen von Schulführungen durch Schüler:innen der Mittelschule noch ihr ganz eigenes Bild der Schule machen. Zum finalen Abschluss kümmerte sich die Mittelschule mit Unterstützung vom Rennweg vorbildlich um das kulinarische Wohl der Gästeschar. Es gab Lebkuchen und Punsch im Hof und ein leckeres Buffet im Festsaal. Auch eine passend gestaltete Jubiläumstorte durfte nicht fehlen.
Mittelschule Sacré Coeur Wien
https://ms.sacre-coeur.at/
Fotos: © Erzdiözese Wien/Schönlaub | Presse: Sabina Aßmann, PR und Öffentlichkeitsarbeit | Schulstiftung der ED Wien
HINTERGRUND | Eine Schule der Privatschulen der Erzdiözese Wien
Die Mittelschule Sacré Coeur Wien gehört zu den Privatschulen der Erzdiözese. Am Standort in der Fasangasse befinden sich die Mittelschule sowie die Handelsakademie und Handelsschule samt Aufbaulehrgang, gemeinsam mit Volksschule und Gymnasium an Standort Rennweg bilden die beiden Schulen den Campus Sacré Coeur Wien und sind damit auch Teil des weltweiten Sacré-Coeur-Netzwerks, das 150 Schulen mit mehr als 60.000 Schülerinnen und Schülern in 30 Ländern auf fünf Kontinenten verbindet. Insgesamt 24 Schulen und Kindergärten in Wien und Niederösterreich finden sich unter dem Dach der Schulstiftung der Erzdiözese Wien vereint. Rund 7.000 Kinder besuchen eine dieser Bildungseinrichtungen. Die Privatschulen der Erzdiözese Wien wissen sich einem hohen Leistungsanspruch verpflichtet und sehen zugleich die soziale Entwicklung und ganzheitliche Persönlichkeitsentfaltung der Kinder und Jugendlichen als zentrale Aufgaben. Schulen und Kindergärten bieten Wertevermittlung auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes sowie eine zeitgemäße, reflektierte Pädagogik. Die individuelle Förderung von Begabungen und Talenten ist Teil der schulischen Lernkultur.
Privatschulen der Erzdiözese Wien
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