Privatgymnasium Klosterneuburg: Schulneubau nun fix

Die Existenz und weitere Entwicklung des katholischen Privatgymnasiums in Klosterneuburg ist gesichert. Das haben Bund, Land und Kirche nun gemeinsam beschlossen. Die derzeit in Übergangsgebäuden untergebrachte Schule erhält im Bildungscampus im Pionierviertel einen neuen Standort, der im Schuljahr 2030/31 eröffnet werden soll.

Das 2019 am provisorischen Standort neben dem Essl Museum eröffnete Privatgymnasium der Schulstiftung der Erzdiözese Wien hat sich von Beginn an großer Beliebtheit erfreut und war jedes Schuljahr ausgebucht. Nun haben der Schulerhalter, die Erzdiözese Wien, sowie das Bildungsministerium, das Land Niederösterreich und das Stift Klosterneuburg als Grundeigentümer gemeinsam beschlossen, das Provisorium zu beenden und der mehrfach ausgezeichneten Schule einen dauerhaften Standort zu geben. Für sie wird im künftigen Bildungscampus im Stadterweiterungsgebiet „Pionierviertel“, wo die Stadtgemeinde Klosterneuburg zeitgleich einen Kindergarten, eine Volksschule, eine Sonderschule und eine Mittelschule errichten wird, ein attraktives und den modernsten Anforderungen entsprechendes Gebäude entstehen.

Die vom gebürtigen Klosterneuburger Direktor Johannes Poyntner geführte Schule mit derzeit 300 Schülerinnen und Schülern punktet durch hohe pädagogische Qualität, ihr sorgfältiges Augenmerk auf eine gesamtheitliche Förderung der Schülerinnen und Schüler sowie ihre familiäre Atmosphäre. Zum aktuellen, mit Gütesiegel ausgezeichneten Schwerpunkt auf MINT-Fächer tritt künftig auch ein Sport-Schwerpunkt. Für die Errichtung des neuen, auf 24 Klassen ausgelegten Schulgebäudes wird ein Wettbewerb ausgeschrieben. Planung und Umsetzung sollen zügig voranschreiten, sodass im Herbst 2030 der Unterricht am neuen Standort beginnen kann.

Erzbischof Josef Grünwidl dankte allen Beteiligten: „Öffentliche Hand und Kirche investieren gemeinsam in die junge Generation und setzen so ein Zeichen für eine gelingende Zukunft. Bildung ist ein kirchlicher Grundauftrag und mein Dank gilt allen, die sich seit Jahren für die Realisierung des Projektes einsetzen.“
Für Bildungsminister Wiederkehr zeigt „das Schulbauprojekt in Klosterneuburg sehr klar auf, dass zeitgemäße Bildungsinfrastrukturprojekte übergreifend gedacht werden müssen. Mich freut besonders, dass hier die unterschiedlichen Bildungseinrichtungen unmittelbar nebeneinander entstehen, um die pädagogischen Möglichkeiten und die Infrastruktur auch gemeinsam zu nutzen. Davon profitieren alle Schulpartner. Und es ist ein Modell für einen starken Schulterschluss zwischen Bund, Land, Stadtgemeinde und privatem Schulerhalter.“

Für Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner ist „das neue Gymnasium, das Bund, Land, Gemeinde und Kirche gemeinsam verwirklichen, ein starkes Zeichen für Verantwortung und Weitblick – und ein Gewinn für den Bildungsstandort Klosterneuburg und ganz Niederösterreich. In die beste Zukunft unserer Kinder zu investieren, heißt in Bildung zu investieren.“

Bürgermeister Christoph Kaufmann zeigte sich erfreut, dass durch die künftige Zusammenarbeit „in Klosterneuburg ein moderner Bildungscampus entsteht, an dem junge Menschen unterrichtet, begleitet und bestens betreut werden und an dem eine besondere Lern- und Entwicklungsatmosphäre an einem zentralen Standort der Stadt möglich wird“.

26.06.2026 / Schulamt | Foto: Gabriele Paar | Weiterer Bericht: Wien, 26.06.2026 (KAP)